AlphaPrevent - Guter Schlaf ist keine Nebensache.

Technologie für ein natürliches Leben.

Univ.-Prof. Dr. Manfred Walzl

Gastbeitrag von
Univ.-Prof. Dr. Manfred Walzl


Univ.-Prof. Dr. Walzl leitet die Schlafmedizin an der Landesnervenklinik in Graz und ist Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. Prof. Walzl ist Vertreter des Landes im Beirat der Gesundheitsplattform Steiermark und stellvertretender Vorsitzender des Landessanitätsrates Steiermark. Seine bisherige wissenschaftliche Tätigkeit umfasst sechs Bücher und über 1600 Vorträge bzw. Publikationen.

Wer nicht schläft macht Fehler


Tagesmüdigkeit als Risikofaktor Nr. 1 bei Verkehrs- und Arbeitsunfällen.


Von Univ.-Prof. Dr. Manfred Walzl

Alleine in Österreich leiden rund 3,2 Millionen Menschen unter Schlafstörungen, sie schränken die Lebensqualität drastisch ein und führen zu Milliardenverlusten der Wirtschaft: Schlafstörungen rücken immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses. Jetzt weiß man auch: Der gestörte Schlaf gilt als extremes Unfallrisiko. Rund 24 Prozent aller tödlichen Unfälle und insgesamt jeder dritte Unfall werden durch schlechten Schlaf verursacht.
Wer nicht schläft macht Fehler - besonders gefährlich am Arbeitsplatz
Bei länger dauernden Schlafstörungen steigt die Unfallwahrscheinlichkeit um rund 650 Prozent! Kein Wunder auch: Wer nachts nur vier Stunden geschlafen hat, reagiert so, als habe er 0,5 Promille Alkohol im Blut, eine durchwachte Nacht steigert diesen Wert gar auf 0,8. Neben dem hohen menschlichen Leid bei den Betroffenen verursachen sie weltweit Einbußen der Produktivität von jährlich rund 400 Milliarden Euro. In Österreich sind dies 4 Mrd. Euro jedes Jahr.

Für die Medizin ein Grund mehr, sich des Themas Schlafstörung stärker als bisher anzunehmen. Denn der Schlaf beherrscht unser Leben wie kaum eine andere Funktion: Nahezu 3.000 der 8.760 Stunden eines Jahres, also rund 24 Jahre im Durchschnitt eines Menschenlebens, werden im Schlaf verbracht. Gerade deshalb scheint es alarmierend, wenn bis zu 38 Prozent der Bevölkerung über Schlafstörungen aus unterschiedlichsten Ursachen klagen.

Genauso wie Hunger oder Durst sind Müdigkeit und Schlaf ein unabdingbares physiologisches Erfordernis. Das Schlafbedürfnis ist Resultat einer chronobiologischen Steuerung des Organismus, die im Laufe von 24 Stunden zwei Mal ein Maximum an Schläfrigkeit bewirkt: Einmal um die Mitte der „normalen“ Schlafperiode, das zweite Mal ziemlich genau zwölf Stunden später – zwischen 13 und 15 Uhr.
Eine Person kann müde werden ohne deshalb schläfrig zu sein

Schläfrigkeit ist einfach zu definieren: Sie bedeutet nichts anderes als die „akute Neigung zu schlafen“. Medizinisch ist die Schläfrigkeit dabei von Müdigkeit zu trennen, die definitionsgemäß einen „regulären Ablauf der Arbeit verhindert“. Müdigkeit kann sowohl das Resultat physischer Belastungen – beispielsweise schwerer Arbeit – sein, ebenso aber auch Ausdruck stereotyper Handlungen, wie das permanente Betrachten eines Monitorbildes. Eine Person kann dem gemäß müde werden ohne deshalb schläfrig zu sein.
Wer nachts nur vier Stunden geschlafen hat, reagiert so, als habe er 0,5 Promille Alkohol im Blut
Die Auswirkungen von Müdigkeit und Schläfrigkeit sind indessen nahezu identisch. Beide Faktoren lassen die Wahrnehmungsfähigkeit deutlich sinken, dagegen steigt die Reaktionszeit an; Merkfähigkeit, psychomotorische Koordination, Entscheidungsfähigkeit und das Verarbeiten von Informationen sind erheblich vermindert.

Für Lenker von Fahrzeugen bedeutet dies einen kontinuierlichen Rückgang der Aufmerksamkeit, der schließlich zu einer Anhäufung von Fehlern hinter dem Lenkrad führt. Im schlimmsten Fall schläft der Fahrer ein.

Schlafdefizite wirken wie Alkohol

Neuere Untersuchungen haben darüber hinaus Zusammenhänge zwischen Schlafdefiziten und Alkoholkonsum evaluiert. Versuchspersonen, die 17 Stunden durchgehend wach waren, hatten die gleichen Resultate in einer psychomotorischen Testskala wie Personen mit einer Blutalkohol-Konzentration (BAK) von 0,5 Promillen. Ein 24-stündiger Schlafentzug ist einem BAK von 1,0 Promillen gleichzusetzen. Die Kombination aus mangelndem Schlaf und Alkoholkonsum führt zu einer Potenzierung der negativen Effekte.
24 Prozent aller tödlichen Unfälle auf Autobahnen durch Müdigkeit am Steuer
Im Bereich der EU kommt es pro Jahr zu rund 150.000 Verkehrsunfällen durch Schläfrigkeit am Steuer, weitere 1,5 Millionen Unfälle sind auf Unaufmerksamkeit zurückzuführen, wobei sich viele Parallelen zur Schläfrigkeit zeigten. Insgesamt wird vermutet, dass 16 bis 33 Prozent aller Verkehrsunfälle auf Müdigkeit zurückzuführen sein könnten. Diese Daten lassen sich zweifellos auf Europa umlegen. So korrelieren – einer Untersuchung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungen folgend – 24 Prozent aller tödlichen Unfälle auf Autobahnen mit Müdigkeit am Steuer.

Müdigkeit am Steuer ist genauso gefährlich wie das Steuern eines Fahrzeuges unter Alkoholeinfluss

Obwohl immer wieder nachzuweisen ist, dass gerade eine besondere Personengruppe von den Gefahren der Müdigkeit am Steuer besonders betroffen ist (Schichtarbeiter, jüngere Männer, Personen unter Einfluss von Medikamenten und solche mit Schlafstörungen oder eben Berufskraftfahrer), kann jede/r jederzeit betroffen sein. Zweitarbeit, ein neu geborenes Baby oder der Besuch einer Party mit zu kurzem Schlaf sind banale Beispiele für die Wahrscheinlichkeit einer übermüdeten Autofahrt. Insgesamt wurden bisher 120 verschiedene Schlafstörungen klassifiziert.
Ebenso sind Schlafstörungen eigenständige Krankheiten wie auch Risikofaktoren für neue Erkrankungen. So können beispielsweise bestimmte Schlafstörungen das Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko um das Zehnfache steigern!

Entsprechende Aufklärung von Bevölkerung und politisch Verantwortlichen sollte deshalb dazu beitragen, nicht nur das Problem „Müdigkeit am Steuer“ zu reduzieren, sondern auch Lebensqualität und Produktivität erheblich zu steigern. Es ist jedenfalls ganz klar zu unterstreichen, dass Müdigkeit am Steuer genauso gefährlich ist, wie das Steuern eines Fahrzeuges unter Alkoholeinfluss.
40 Prozent aller Mitarbeiter klagen über Müdigkeit am Arbeitsplatz
Neue Maßnahmen sind erforderlich und möglich

Für Betriebe sind Tagesmüdigkeit und Schlafstörungen eine neu gelagerte Herausforderung. Denn der Schlafplatz liegt außerhalb des unmittelbaren Gestaltungszugriffs durch den Betrieb. Zudem liegen auch viele Ursachen von Schlafstörungen im Freizeitverhalten und in der Lebensweise - werden also nicht durch den Betrieb ausgelöst. 70 Prozent der Schlafstörungen gelten darüber hinaus als nicht-organisch verursacht (z.B. ausgelöst durch Überforderung, Burn-Out, Mobbing etc.). Anders als bei vielen anderen Gesundheitsproblemen bekommen die Betriebe die Folgen von Schlafstörungen und Tagesmüdigkeit jedoch unmittelbar zu spüren.

Neueste klinische Ergebnisse zeigen nun, dass es hier mit noch relativ unbekannten Methoden möglich ist, eine Verbesserung der Schlafqualität zu erreichen, die folglich zu einer Minderung der Tagesschläfrigkeit führt. Und dies ohne die Notwendigkeit einer Verhaltensänderung bei Mitarbeitern.

Natürliche Magnetfelder haben Einfluss auf die Schlafqualität

Schlaf ist nicht gleich Schlaf: denn es kommt nicht allein auf die Schlafmenge sondern auch auf die Qualität des Schlafs an. Wichtig sind ausreichend Tiefschlaf- und REM-Schlaf Phasen. Sie bestimmen die körperliche Erholung und die geistige Leistungsfähigkeit. Bisherige Untersuchungen hatten bereits gezeigt, dass natürliche Magnetfelder einen Einfluss auf die Schlafqualität haben können. So zeigte das Max-Planck Institut für Biochemie, dass schon die Ausrichtung der Betten in Nord-Süd-Achse zu einer positiven Änderung der Tiefschlafphasen führen kann.

Stabilisierte Magnetfelder führen zu mehr Schlafqualität

Die Ergebnisse klinischer Untersuchungen mit stabilisierten Magnetfeldern an Schlafplätzen sind nun eindrucksvoll und aussagekräftig. Es hat sich gezeigt, dass die Anwendung von einem neuartigen Kunststoff namens AlphaPrevent zu einer deutlichen Verbesserung des Schlafprofils führt. Die Einschlafzeit hat sich verkürzt, die Tiefschlafphasen haben sich verlängert und auch die - für unsere Gedächtnisleistung wichtigen - REM-Phasen wurden verlängert.

Damit stehen den Betrieben nun neue Möglichkeiten zur Verfügung, dem Problem Tagesmüdigkeit „an der Quelle“ zu begegnen.

Schlafstörungen..


.. betreffen ca. 30 % der Bevölkerung = ca. 180 Mio. EU-Bürger.

.. stellen eine hohen Risikofaktor für Herz- und Kreislauf-Erkrankungen dar.

.. führen zu starker Tagesmüdigkeit.

.. erhöhen das Unfallrisiko
um 630 %.

.. verursachen rund ein Drittel aller Verkehrsunfälle.

.. sind für 24 % aller
tödlichen Verkehrsunfälle
verantwortlich.

.. schränken die Lebensqualität drastisch ein.

.. wirken wie Alkohol im Blut. Wer nur vier Stunden schläft, ist einem Menschen mit 0,5 Promille gleichzusetzen.

.. eine einzige schlaflose Nacht bewirkt ein Verhalten wie mit 0,8 Promille Alkohol im Blut.

.. werden 120 verschiedenen Diagnosen zugeordnet.

.. haben zu 70 % nicht organische Ursachen.

.. haben zu Groß-Katastrophen geführt (Tschernobyl, Three Miles Island, Exxon Valdez, Challenger, Herald of Free Enterprise etc.).

.. führen pro Jahr zu 10.000 gemeldeten Zwischenfällen allein über dem Luftraum der USA.

.. verursachen weltweit Einbußen der Produktivität von jährlich rund 400 Milliarden Euro.

10 Gebote für Ihren Schlaf:


– Decke den täglichen Schlafbedarf.

– Achte auf das Schlafritual (Schlaf-Wach-Zyklus).

Optimiere die Schlafstätte (Bett, Matratze, stabile Magnetfelder, Polster).

– Verbessere die Umwelt-bedingungen (Lärm, etc.).

Vermeide sportliche Betätigung vor dem Schlafen!

– Optimiere die Ernährung.

Reduziere Stress und Spannung (alles was entspannt, fördert den Schlaf).

– Vermeide Schlaf-störungen durch Alkohol, Tee, Kaffee, Zigaretten usw.

– Sei während des Tages wach (v. a. ältere Menschen sollten aktiv sein).

– Suche bei Schlaf-störungen den Arzt auf.
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5. Messe Gesund & Wellness vom 21.-23. Okt. 2011 in Wien


Dieses Jahr mit Schwerpunktthema „Gesunder Schlaf"


Ein besonderes Highlight wird in diesem Jahr das Thema „gesunder Schlaf“. Eine Expertenrunde zum Gesunden Schlaf informiert einmal täglich auf der der Messebühne zu wichtigen Themen: Was ist zu tun, wenn Schlaf nicht mehr erholsam ist? Welchen Einfluss hat ein falsches Schlafsystem? Wie wirken sich äußere Einflüsse wie gestörte Magnetfelder und seelischer Stress aus?.

Seien Sie mit dabei. Besuchen Sie uns auf der Messe Wien (Stand 409)


Mehr Infos zu AlphaPrevent auf der Gesund & Wellness 2011