AlphaPREVENT im im BERUF

 

Bei täglicher Nutzung von Funk- und EDV-Technik empfehlen wir den Einsatz von AlphaPREVENT. Mehr zum Thema

AlphaPREVENT für Zu Hause

 

Die tägliche Nutzung von Mobilfunk- und Computertechnik erfordert neue zusätzliche Arten von Vorsorgemaßnahmen.

 

       

Schlafplätze verbessern.

 

 

Mit freundlicher Genehmigung des Verlags geben wir nachstehend den Inhalt eines Artikels aus FACTS aus dem Juni 2008 wieder. Der Artikel befasst sich mit neuesten technischen Verfahren zur Messung von elektromagnetischen Belastungen an Arbeitsplätzen sowohl im thermischen Bereich (Strahlungsstärken/SAR Wert) als auch im athermischen Bereich.


Der Artikel lässt sich auch hier als pdf downloaden.

 

 

 

Inhaltsnavigation


Elektrosmog ist in vielen Betrieben und in der Öffentlichkeit ein heftig diskutiertes Thema. FACTS ging der Frage nach, wie der Büroalltag davon betroffen ist. Die Redaktion lud zwei ausgewiesene Spezialisten der EMV-B.net zum Gespräch ein. Neben der Erklärung zu neuen Erkenntnissen der Thematik wurden an verschiedenen Arbeitsplätzen Messungen durchgeführt – mit überraschendem Ergebnis.

 

Autor: Frank Becker

 

Haben elektronische Geräte wirklich Einfluss auf den Menschen und gibt es tatsächlich Wechselwirkungen auch bei Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte? Sind die Diskussionen in der Öffentlichkeit unsinnige Panikmache oder nachvollziehbare Realität? Zwei, die es wissen, sind die beiden ausgewiesenen Fachleute Franz Ketzer und Markus Ernle. Sie sind Geschäftsführer der EMV-B.net GmbH, welche als Tochterunternehmen aus einem der führenden deutschen Funk-Fachhandelshäuser hervorgegangen ist. EMV-B.net hat sich zur Aufgabe gesetzt, zusammen mit einem europäischen Netz aus Fachbetrieben der permanent wachsenden Nachfrage nach Beratung und Messung ein professionelles Angebot gegenüberzustellen. Zusammen mit Industrie, Wissenschaft, Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin wurden hierfür in den letzten Jahren neue Standards erarbeitet und diese bereits in ersten Industrieunternehmen etabliert.

 

 

„Die neuen Mess- und Beurteilungsstandards präzisieren und erweitern die bestehenden Normen für Messungen. Sie beinhalten einen umfassenden Katalog von möglichen Maßnahmen zur praxisbezogenen Reduktion von Vor-Ort-Belastungen. Dabei muss nicht auf den Einsatz von Technik verzichtet werden“, skizziert Franz Ketzer das gewachsene Bewusstsein im Umgang mit elektromagnetischen Belastungen in Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin.

 

Athermische Effekte


Erstmals werden neue physikalische Messverfahren zur Erfassung athermischer Effekten eingesetzt und es wird eine notwendige räumliche Betrachtung von Messergebnissen durchgeführt. Zusammen ermöglichen sie eine objektive biophysikalische Beurteilung von Vor-Ort-Belastungssituationen. Der erfahrene Funktechniker Markus Ernle erklärt die verwendete Terminologie: „EMV steht für elektromagnetische Verträglichkeit, einen Begriff aus der Technik. Er bezieht sich darauf, dass sich einzelne technische Bauteile nicht gegenseitig in ihrer Funktion stören dürfen."

 

In der Praxis mussten wir erfahren, dass die EMV um einen weiteren Faktor zu erweitern ist. Der ergänzende Buchstabe B steht heute für den Begriff ‚biophysikalisch‘. EMV-B bezieht bei der Betrachtung elektromagnetischer Belastungen nun auch die biophysikalischen Wirkungen in Bezug auf den Menschen mit ein. Dabei werden bewusst die objektiv erfassbaren technischen Felder gemessen, aber keine Messungen am Menschen selbst durchgeführt, weil diese zu ungenau wären und stark von der jeweiligen Person abhängen.“

 

Menschlicher Organismus


Unter EMV-B versteht man demnach, dass die eingesetzte Technik ebenso die Funktionen des menschlichen Organismus nicht stören darf. Dabei werden insbesondere mittel- bis langfristige Auswirkungen miteinbezogen. Diese Vorgehensweise entspricht genau den aktuellen Forderungen der höchsten europäischen Umweltbehörde, der Europäischen Umweltagentur (EEA) und des Bundesamts für Strahlenschutz. Diese empfehlen, die bestehenden gesetzlichen Grenzwerte um geeignete Präventionsmaßnahmen zu erweitern. Fast jeder ist heute rund um die Uhr elektromagnetischen Belastungen ausgesetzt. Meist werden sie unter dem Schlagwort Elektrosmog zusammengefasst. Hierunter sollte aber nicht nur eine einzelne Belastungsart zum Beispiel diejenige durch Mobilfunkwellen verstanden werden: Elektrosmog definiert sich immer als die Summe aller Belastungen. Diese können sehr unterschiedlich sein und auch sehr unterschiedliche Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben. Fünf Größen spielen bei elektromagnetischen Belastungen eine wichtige Rolle: die Frequenz, elektrische Felder, magnetische Felder, die Stärke dieser Felder und deren räumliche Struktur.

 

Elektromagnetische Wellen schwingen in einer bestimmten Geschwindigkeit (Frequenz). Unter Frequenz versteht man die Anzahl von Schwingungen pro Sekunde. Sie wird in Hertz angegeben (1 Hertz = 1 Schwingung pro Sekunde). Hausstrom arbeitet mit 50 Hz, unser Radio mit 100 Millionen Hz (100 MHz), ein schnurloses DECT-Telefon mit 1,8 Milliarden Hz (1,8 GHz) und die neuen Technologien wie UMTS, Bluetooth oder W-LAN arbeiten in einem Bereich von 2,4 GHz.

 

Auch der Mensch besitzt einen eigenen Frequenzbereich, der von seinem Gehirn und seinem Körper genutzt wird. Dieser kernbiologische Bereich liegt bei 0 bis 30 Hz und ist somit sehr langsam. Man nennt ihn daher auch ultraniederfrequent (UNF). In diesem Bereich ist der Körper folglich für Einflüsse besonders empfänglich. Zum besseren Verständnis sollte man noch wissen, dass bei schnell schwingenden elektromagnetischen Wellen das elektrische Feld und das magnetische Feld nicht mehr getrennt messtechnisch erfasst werden können. Sie werden daher in einer gemeinsamen Größe gemessen. Bei langsam schwingenden Wellen wie bei unserem Hausstrom kann man hingegen die elektrische und die magnetische Komponente einzeln messen und auswerten.

 

Nach diesen vielen Grundlageninformationen wollte die FACTS-Redaktion nun eine EMV-B Messung in der Praxis erleben und ließ drei ihrer Arbeitsplätze von Franz Ketzer und Markus Ernle nach den neuen Standards professionell vermessen. Dabei kam die Redaktion gleich zu mehreren neuen Erkenntnissen: Es kommt bei Belastungen wesentlich auf die räumliche Struktur von elektrischen und magnetischen Feldern an, es gibt messbare UNF-Magnetfeldverzerrungen, aber auch wirksame technische Lösungen, diese biologisch wirksamen Belastungen nachhaltig zu reduzieren. Unsere erste Erkenntnis galt dem Verständnis für das Prinzip der gesetzlichen Grenzwerte. Für jede Belastungsart gibt es seitens der Arbeitsschutzrichtlinien maximale Werte, die an keinem Arbeitsplatz überschritten werden dürfen. Demnach geht man von einer unmittelbaren Gesundheitsgefährdung aus.

 

Langfristige Effekte


Eine Unzulänglichkeit liegt nun darin, dass zum einen die langfristigen Effekte einer jahrelangen Dauerbelastung nicht miteinbezogen werden, zum anderen die räumliche Verteilung elektrischer und magnetischer Felder außer Acht gelassen wird. Denn räumliche Niveauunterschiede können auch weit unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte biophysikalische Auswirkungen haben.

 

FACTS hinterfragte diesen Sachverhalt bei einer medizinisch kompetenten Stelle und erhielt die Aussagen bestätigt. Der renommierte Strahlungsmediziner Dr. med. Frank Mosler, Vorstandsmitglied in der Deutschen Gesellschaft für Präventionsmedizin, gab dabei ein gutes Beispiel zur Verdeutlichung der eingeschränkten gesetzlichen Grenzwertlogik: „Wenn man es schaffen würde, 500 Zigaretten innerhalb einer Stunde zu rauchen, dann würde man an einer simplen Nikotinvergiftung sterben. Der bestehenden Grenzwertlogik folgend, wäre der maximal zulässige Wert 499 Zigaretten pro Stunde. Wie wir jetzt wissen, reichen 20 Zigaretten pro Tag (= 0,83 Zigaretten pro Stunde) über 20 Jahre lang für ein extrem hohes Risiko, an Lungenkrebs zu sterben. Linear betrachtet sind 20 Zigaretten pro Tag etwa 500-fach unter dem sich rechnerisch ergebenden zulässigen maximalen Grenzwert und dieser Logik folgend somit eigentlich unschädlich. Spätestens an dieser Stelle sollte jeder den Irrtum erkennen können.“ Gesetzliche Grenzwerte berücksichtigen keine räumliche Verteilung der Stärke von elektrischen und magnetischen Feldern. Bei der biophysikalischen Belastungsbeurteilung ist die räumliche Situation hingegen entscheidend.

 

Zur Verdeutlichung zeigt die Grafik auf Seite 80 eine Situation, wie sie heute an zahllosen EDV-Arbeitsplätzen anzutreffen ist. Jeder Messwert für sich betrachtet liegt weit unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte. Erst die räumliche Betrachtung zeigt die biophysikalischen Auswirkungen. Aus ihnen ergeben sich die täglichen Dauerbelastungen und deren mittel- und langfristige Folgen. Obwohl hier der gesetzliche Grenzwert um ein Hundertfaches unterschritten ist, fließt durch den menschlichen Körper an diesem Arbeitsplatz ein Strom. Dieser täglich einwirkende Effekt wird heute über keinen gesetzlichen Grenzwert abgebildet.

 

In den neuen EMV-B-Mess- und Beurteilungsstandards werden diese Zusammenhänge jetzt erstmals erfasst und berücksichtigt. Ergebnisse der Messungen in der FACTS-Redaktion: An allen drei Arbeitsplätzen wurden keine gravierenden Belastungen festgestellt. Bei der Beurteilung der Hochfrequenzmessung (27 MHz bis 7 GHz), dem elektrischen NF-Feld (10 Hz bis 200 kHz) und dem magnetischen NF-Feld (5 Hz bis 400 kHz) ergaben die Messergebnisse nur eine geringe Belastung. So wurden von EMV-B.net alle drei Arbeitsplätze mit „gut“ bewertet.

 

Überraschende Ergebnisse


Eine Überraschung hingegen waren die Messergebnisse bei den biologisch relevanten FKM-Messungen des räumlichen UNF-Magnetfelds: An allen Arbeitsplätzen wurden trotz geringer Strahlungsstärken erhöhte Reizpunkte gemessen. Anlass, sich diesen Bereich intensiver anzusehen und nach technischen Lösungen zur Verbesserung zu suchen. Auch bei UNF-Magnetfeldern (0 bis 30 Hz) kommt es nicht allein auf ihre maximale Stärke an. Eine hohe Bedeutung für die biophysikalische Wirkung hat auch hier die räumliche Struktur.

 

Dabei wird gemessen, ob es auf Distanzen von wenigen Zentimetern zu starken Unterschieden im Magnetfeld kommt. Stellen mit solchen Spitzen oder Senken im biologischen Kernbereich von 0 bis 30 Hz nennt man UNF-Gradienten. Sie können durch Wechselwirkung mit Frequenzen aus der Mobilfunk-, EDV- und Elektrotechnik entstehen. Für die biologische Bedeutung der Störzone kommt es nunmehr darauf an, wie stark diese Magnetfeldverzerrungen sind. FACTS fragte auch hierzu bei Dr. Mosler zum medizinischen Wissensstand der Auswirkungen von UNF-Magnetfeldverzerrungen nach. „Magnetfeldverzerrungen im biochemisch und physiologisch relevanten Bereich von 0 bis 30 Hz bewirken Störungen zahlreicher physiologisch lebenswichtiger Prozesse im Organismus. Potenziell betroffen sind Wasserhaushalt, Stoffwechsel, neuronale Prozesse sowie die Produktion und Wirkung von Melatonin. Weitere Effekte werden zurzeit diskutiert.“

 

In der Folge kommt der Neuroradiologe zu einem eindeutigen Rat: „Mit Erkennung dieses Wirkmechanismus unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte ist jedem angeraten, an Arbeits- und Schlafplätzen sowie an Endgeräten präventive Maßnahmen zur Verringerung solcher UNF-Magnetfeldgradienten zu ergreifen.“ Hauptursache der lokalen Magnetfeldverzerrungen waren im ersten Büro der Tischfuß aus Metall sowie der PC-Lautsprecher auf dem Tisch, im zweiten Büro der unter dem Tisch befindliche PC und der TFT-Monitor. Im dritten Büro war der Bürodrehstuhl Auslöser für die vorliegende Magnetfeldverzerrung – nach Aussagen der Messtechniker übrigens ein Klassiker bei den Belastungsmessungen an heutigen Büroarbeitsplätzen.

 

Motiviert durch die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Präventionsmedizin, Maßnahmen zur Reduktion von UNF-Magnetfeldverzerrungen zu ergreifen, suchten wir nach zuverlässigen technischen Lösungen. Die FACTS-Redaktion staunte dabei nicht schlecht, dass hierfür die nur wenige Zentimeter großen und optisch wirklich sehr unspektakulären RMA Wirkträger der Firma BiCoTec zum Einsatz kamen. Die bereits in der Industrie eingesetzten Kunststoff-Elemente nutzen dabei einen einfachen physikalischen Effekt, der den technischen RMA-Wirkträgern zu einem Wirkradius von zirka einem Kubikmeter verhilft. Um zu überprüfen, ob es tatsächlich möglich ist, mit BiCoTec-RMA Wirkträgern Magnetfeldverzerrungen messbar zu reduzieren und Gradienten auszugleichen, wurden in allen Büros die georteten Belastungsquellen mit entsprechenden Wirkträgern bestückt. Und tatsächlich: Bereits nach einem Tag zeigte eine Kontrollmessung eine deutliche Reduzierung der Magnetfeldverzerrungen.

 

Fazit


In unserer modernen Gesellschaft werden wir auch in Zukunft elektromagnetischen Belastungen ausgesetzt sein. Neue Funktechnologien und die vermehrte Umstellung auf drahtlose Verbindungen werden diesen Effekt noch weiter verstärken. Moderne Konzepte bieten heute die Möglichkeit, Belastungen durch Mobilfunk, EDV und Elektrotechnik um bis zu 80 Prozent zu senken, ohne dass dabei auf moderne Technologien verzichtet werden muss. Entscheidend ist dabei, Elektrosmog ernst zu nehmen und mit der Thematik am Arbeitsplatz bewusster umzugehen.

 

Neuer und wichtiger Baustein aller Maßnahmen ist die Reduktion von UNF-Magnetfeldverzerrungen. Diese lassen sich durch technische RMA-Wirkträger von BiCoTec leicht und kostengünstig vermindern. Prof. Jacqueline McGlade, Direktorin der Europäischen Umweltagentur, fasst es so zusammen: „Warum die Bevölkerung einer Gefahr aussetzen, wenn man jetzt etwas tun kann? Es ist Zeit für uns alle öffentliche Entscheidungsträger, Eltern, jeden Einzelnen in der Gesellschaft sich den Hinweisen bewusst zu werden und dementsprechend zu handeln.“ Eine professionelle Beratung durch qualifizierte EMV-B-Fachleute ist angesichts der komplexen Thematik ein guter Rat.

 

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