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Deutsche Gesellschaft für Prävention GPeV fordert Reduktion von technischen Störzonen im Bereich der natürlichen Magnetfelder


Interview mit Dr. med Frank Mosler, Vorstand der deutschen Gesellschaft für Prävention GPeV:

 

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Frau Müller (Interviewerin): Herr Dr. Mosler Sie sind Radiologe, Neuroradiologe und Vorstand der deutschen Gesellschaft für Prävention. Warum sind Belastungen im elektromagnetischen Bereich für Sie ein Thema?

Dr. Mosler: Als Radiologen befassen wir uns täglich in unserem Beruf mit dem gesamten Spektrum der elektromagnetischen Wellen – sowohl mit ihren medizinischen Nutzen, als auch mit den möglichen gesundheitlichen Gefahren, die von diesen Strahlungen ausgehen.

Frau Müller: In der Öffentlichkeit sind die Gefahren in diesem Bereich ja eher kontrovers diskutiert. Sie betonen stets die wichtige Rolle der Prävention. Warum?

Dr. Mosler: Diese elektromagnetischen Belastungen sind sicherlich kontrovers diskutiert, aber zwischenzeitlich ist es so, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO und die oberste Umweltbehörde der Europäischen Union in Kopenhagen die elektromagnetischen Belastungen die von Mobilfunk- und  Elektrotechnologie ausgehen, als ernstes, sehr ernst zu nehmendes Thema anerkannt haben und dort auch Präventions-Maßnahmen gefordert haben.

Frau Müller: Können Sie Beispiele für diese biologischen Effekte geben?

Dr. Mosler: Rauchen ist ein gutes Beispiel. Eine Zigarette löst im Körper bis zu dreißig verschiedene biologische Effekte aus.

Frau Müller: Welche Effekte zum Beispiel?

Dr. Mosler: Blutdruck steigt, der Hautwiderstand steigt an, Hauttemperatur, ect., da gibt es viele Dinge. Bei den elektromagnetischen Belastungen ist es nun so, dass wir auch biologische Effekte kennen. Die kennen wir noch nicht so lange, aber wir kennen seit kurzem, dass zum Beispiel ein großes Problem der Wassertransport in die Zelle ist, der magnetisch funktioniert. Der wird beeinflusst durch die elektromagnetischen Belastungen. Die Signalverarbeitung im Gehirn, insbesondere im ultraniederfrequenten Bereich zwischen 0 und 30 Herz wird beeinflusst durch elektromagnetische Belastungen gerade auch durch die Magnetfeldkomponente, es handelt sich also immer um Probleme mit Magnetfeldern die wir erst seit ganz kurzer Zeit überhaupt auch messen, visualisieren können und deren Bedeutung verstanden haben.

Frau Müller: Sie sprechen von Magnetfeldern, das ist doch ein Teil der Strahlung oder?

Dr. Mosler: Magnetfelder sind ein Teil der Strahlung und deswegen heißt es ja auch elektromagnetische Welle. Wir haben nach neuestem Wissensstand bei Mobilfunk und Elektrotechnik festgestellt, dass es gerade die Magnetfeldkomponente ist, die die biologischen Effekte auslöst.

Frau Müller: Hat deshalb die Gesellschaft für Prävention Magnetfeldausgleich als generelle Vorsorgemaßnahme empfohlen?

Dr. Mosler: Ja. Nach heutigem Wissensstand ist es so, dass die Einschätzung ist, dass die Magnetfeldkomponente das höchste Gefährdungspotential ist und dass deswegen die deutsche Gesellschaft für Prävention genauso wie Vorsorgemaßnahmen wie gesunde Ernährung, Bewegung etc. ein Magnetfeldausgleich für sinnvoll erachtet und ihn fordert.
 

Der Radiologe und Neuroradiologe Dr. med. Mosler gilt als einer der Begründer des Präventionsgedankens in der modernen diagnostischen Radiologie. Er ist Vorstands- und Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Präventionsmedizin e.V. und Berater zahlreicher medizinischer Initiativen zur Gesundheitsvorsorge. Als Mediziner mit Zulassung in Deutschland und Spanien verfügt er über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Kernspintomographie und Strahlenmedizin. Er wirkte in der Neurochirurgie des Universitätsklinikums Rudolf Virchow der Freien Universität Berlin und übernahm die kommissarische Leitung des Bereichs Neuroradiologie im Zentralinstitut für Röntgendiagnostik im Radiologischen Zentrum des Universitätsklinikums Essen.

 

Seit 1998 praktiziert Dr. Mosler als Teilhaber des Zentrums für Radiologie und Nuklearmedizin in Essen. Das Team aus 50 Mitarbeitern und 11 Ärzten repräsentiert den modernsten Stand im Bereich Magnetresonanz-, Computer-, Ultraschall- und Strahlentechnik. Seit 2001 ist er darüber hinaus beratendes Kommissionsmitglied im Institut für Qualitätssicherung der Ärztekammer Nordrhein und Dozent berufsbezogener Fortbildung im Bereich Strahlenschutz. Als ausgewiesener Fachmann für die biophysikalische Wechselwirkung nieder-frequenter Magnetfelder auf den menschlichen Organismus befasst er sich intensiv mit der Prävention gegenüber messbaren athermischen Effekten alltäglicher Belastungen durch elektromagnetische Felder und Wellen.